Reportagen

Moses Pelham : Geteiltes Leid

Moses Pelham : Geteiltes Leid

6. August 2015

Timo Weinhold und Matt Finke berichten gerne von ihrer Arbeit bei dieser Tournee. Tourmanager und Monitortechniker Ray Finkenberger rief bei uns an und fragte, ob wir vielleicht Lust hätten, für Moses Pelham ein Lichtdesign für die kommende Clubtour zu entwerfen. Aber natürlich hatten wir das! Schließlich liegen in der Lichtgestaltung unsere Wurzeln, wenn auch heute oftmals Video als gestalterisches Medium überwiegt. Ich freue mich immer darauf, wieder mal Hand an ein Pult zu legen und da wir gerade eine HOG 4 angeschafft hatten, wurde es ja Zeit das System auf der Strasse auszuprobieren.

An dem Stativ, wo auch die Moses-Lamp befestigt war, trohnte ein impression am oberen Ende

An dem Stativ, wo auch die Moses-Lamp befestigt war, trohnte ein impression am oberen Ende

Moses Pelham – Rapper, Produzent und Geschäftsführer bei 3P in Frankfurt ist ein Urgestein der deutschen HipHop Geschichte. Die Album-Trilogie „Geteiltes Leid“ findet mit der dritten Veröffentlichung nach 14 Jahren seinen Abschluss. Die „Geteiltes Leid 3“-Tour sollte nicht einfach nur eine Rap-Tour mit einem DJ und ein paar Synthesizern werden. Bis auf wenige Samples wurde alles live gespielt, mit einer Band aus herausragenden Musikern, und dazu mit ihrer neunköpfigen Besetzung. Im Gegensatz zu klassischen Hallentourneen, musste man hier in anderen Maßstäben und Vorgehensweisen denken. Die Anforderung und die Grundlagen des Lichtdesigns waren eng gestrickt: Kein umfangreiches Budget, schlechte Ladewege, kein LKW! Alles, was mit genommen werden sollte, musste in einem Anhänger am Nightliner Platz finden. Und „Alles“ bedeutet, dass da erstmal die Backline sowie Tonpulte für Front- und Monitorplatz verstaut wurden. Wirklich viel Platz blieb da nicht mehr. Da ich aber der festen Überzeugung bin, dass weder Raum noch Geld über die Qualität einer Idee entscheidend sein darf, lassen wir uns von Umständen wie diesen nicht aufhalten. Zu aller erst sollte in den jeweiligen Venues das vorhandene Lichtsystem genutzt werden. Ein Teil der Shows fand jedoch in „leeren“ Häusern statt, dafür musste ein minimales Licht-Setup an den Start gebracht werden. Soweit erstmal alles Standard. Für mich lag der Fokus dennoch darauf, ein Lichtkonzept auf die Beine zu stellen, das dem Besucher eine einzigartige Show bietet und als Erinnerung im Kopf bleibt. Und zwar als „Die Moses Pelham-Show“.

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