Testberichte

Robe Robin 100 : Der kleine Starke

Robe Robin 100 : Der kleine Starke

27. Mai 2015


Mittlerweile kann man sich vor LED-Scheinwerfern nicht mehr retten und oft produzieren Hersteller ein Gerät, dass es in einer solchen Form schon am Markt gibt. So gibt es beispielsweise genügend LED-Washer mit Zoom-Funktion. Die Hersteller sind aber bemüht, immer neue Produkte auf den Markt zu bringen, die es so noch nicht gibt. Robe hat mit dem Robin 100 LEDBeam nun genau einen solchen Schritt gemacht und einen Scheinwerfer präsentiert, der sich in seiner Ausstattung und Funktion von anderen Geräten unterscheidet. Wir haben vom deutschen Robe-Vertrieb LMP ein Gerät zum Testen bekommen und uns alles einmal genau angeschaut.

Ball

Der Robin 100 LEDBeam ist klein und kann problemlos mit einer Hand weg getragen werden.

Der Robin 100 LEDBeam ist klein und kann problemlos mit einer Hand weg getragen werden

Der Robin 100 LEDBeam ist auf den ersten Blick extrem klein und kann problemlos mit einer Hand weg getragen werden. Das ist nicht nur für die Aufbauhelfer und Techniker ein großer Vorteil, sondern auch für die Lichtdesigner. Bei der Lichtplanung können so viele Geräte nebeneinander eingeplant werden, da sowohl der Platz- als auch der Strombedarf auf einem Minimum gehalten werden. So hat aktuell zum Beispiel Lui Helmig für die Tournee von „Die Ärzte“ einige dieser Scheinwerfer in seinem Design verbaut (Reportage über die Tournee folgt in EVENT Rookie 6/2012). Trotz der kleinen Bauweise ist der Robin 100 LEDBeam mit ausreichend vielen LEDs bestückt und kann durch eine kraftvolle Lichtausbeute überzeugen. In dem Scheinwerfer sind zwölf RGBW-Multichips verbaut, die somit die Farben Rot, Grün, Blau und Weiß wiedergeben können. Das ist allerdings kein Highlight, da die meisten LED-Scheinwerfer heutzutage mit diesen Chips ausgestattet sind. Es hat aber vor allem den Vorteil, dass die Farbe bereits vor dem Lichtaustritt gemischt werden kann. Für die Farbdarstellung ist das besonders wichtig, weil es somit keine chromatische Abberation mehr gibt. Doch die zwölf Multichip-LEDs sind nicht wahllos im Gehäuse verbaut, sondern in drei Zonen á vier Chips aufgeteilt. Das bedeutet im größten verfügbaren DMX-Modus mit 37 Kanälen zwar eine Menge Programmierarbeit, aber der Lichtdesigner hat ganz neue Möglichkeiten. So können die beiden äußeren Zonen zum Beispiel Blau leuchten und die innere Zone gleichzeitig Rot. Natürlich können aber auch alle LEDs gleich eingestellt werden, damit man ein homogenes Licht erhält. Benötigt ein Licht-Operator aber diese Funktion nicht, so kann er auch einen kleineren DMX-Modus wählen. Insgesamt kann zwischen sechs Modi gewählt werden, wobei der kleinste neun DMX-Kanäle und der größte die besagten 37 Kanäle hat.
Wie am Anfang schon geschrieben, setzen die meisten Hersteller auf LED-Scheinwerfer mit einem Zoom. Somit kann der Lichtbeam von ganz eng bis weit aufgezogen programmiert werden. Der Lichtdesigner und -operator hat somit zwar mehr Gestaltungsmöglichkeiten, aber es kommt immer auf das Einsatzgebiet des Scheinwerfers an, ob so etwas benötigt wird oder nicht. Der Robin 100 LEDBeam ist, wie der Name schon sagt, ein Beam-Light und somit vor allem als Effektlampe zu sehen und nicht etwa für die Bühnenausleuchtung gedacht. Um sich von den anderen Herstellern etwas abzusetzen, entscheid man sich bei Robe, keine Zoom-Funktion beim Robin 100 LEDBeam einzubauen. Der Scheinwerfer hat einen festen Abstrahlwinkel von sieben Grad, kann aber mit optionalen Diffusionsfiltern auf 25 oder 40 Grad verändert werden.

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