Testberichte

Robe „Robin Pointe “ : Auf den Punkt gebracht

Robe „Robin Pointe “ : Auf den Punkt gebracht

5. Oktober 2016

Im EVENT Rookie berichten wir regelmäßig von großen und kleinen Events, wobei wir natürlich auch auf die eingesetzte Lichttechnik eingehen. Bei nahezu allen Produktionen wird die Lichtshow nicht einfach spontan am Pult gedrückt, sondern vorher schon programmiert. Oft kümmert sich ein eigener Lichtdesigner darum, wie die Show am Ende aussehen soll. Dabei waren bis vor ein paar Jahren vor allem Spot- und Wash-Movinglights in den Bühnendächern zu finden. Vor einigen Jahren schlich sich dann eine neue Technologie ein und plötzlich waren überall LED-Scheinwerfer vorhanden. Auch diejenigen Hersteller, die dieser Technologie keine Zukunft vorausgesagt hatten, sind auf die stromsparende Lichtquelle umgestiegen. Ein neuer Trend hat sich dann mit dem Sharpy von Clay Paky etabliert. Beam-Movinglights sind seitdem nicht mehr aus der Lichttechnik wegzudenken. Bei großen und kleinen Produktionen finden Beamlights mittlerweile als abwechslungsreicher Effekt ihren Platz im Lichtdesign. Natürlich kommen dabei auch schnell Hersteller auf den Plan, die einen ähnlichen Scheinwerfer kreieren und mehr oder weniger kopieren. Auch beim tschechischen Hersteller Robe könnte man davon ausgehen, dass mit dem Pointe ein weiteres Beamlight seinen Weg in die Lichttechnik sucht. Doch der Pointe kann viel mehr als andere Scheinwerfer und macht ihn darum zu etwas Besonderem. Der Pointe ist das jüngste Produkt in der Robin-Serie von Robe und seit Verkaufsbeginn extrem gefragt. Auch wenn zurzeit lange Lieferzeiten vom deutschen Vertrieb LMP ausgesprochen werden, konnten wir den Scheinwerfer trotzdem schon testen. Der technische Dienstleister AC- Event aus der Nähe von Kamenz hat in die Movinglights investiert und wir haben das Unternehmen für unseren Test besucht.

Das Display ist gleichzeitig ein Touchscreen und erleichtert das Arbeiten erheblich

Das Display ist gleichzeitig ein Touchscreen und erleichtert das Arbeiten erheblich

 

Am Anfang des Tests wollten wir uns natürlich von den Äußerlichkeiten überzeugen. Der Pointe ist bezüglich der Größe mit einem Gerät der 250er- Range vergleichbar. 57,5 x 36,4 x 25,0 cm misst das Movinglight und bringt nur rund fünfzehn Kilogramm auf die Waage. Mit diesen kompakten Maßen und dem geringen Gewicht bringt man viele Pointe-Scheinwerfer im Rigg unter, ohne sich über die Deckenlast Gedanken machen zu müssen. An der Vorderseite befindet sich das Display mit den Tasten zur Einstellung aller er- forderlichen Werte. Allerdings benötigt man die Tasten nicht unbedingt, da es sich beim Display um einen Touchscreen handelt, wie bei allen anderen Robin-Produkten auch. Nachdem wir die zwei Test-Pointe per DMX-Kabel am Mischpult angeschlossen und die DMX-Adressen vergeben hatten, konn- ten wir auch schon mit dem Leistungstest beginnen. Wir haben für unseren Test den großen DMX-Modus mit 23 Kanälen gewählt, darüber hinaus gibt es aber auch noch einen Modus mit sechzehn Kanälen. Alle Einstellungen kann man übrigens auch vornehmen, ohne das Gerät ans Stromnetz anzu- schließen, da das Display Akkugepuffert ist. Seitens der Anschlüsse kann man übrigens zwischen 3-poligen und 5-poligen DMX-Varianten wählen oder auch den Ethernet-Anschluss nutzen.

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