#14 Beleuchtung: Über Fluter und Movinglights

Im letzten Teil der „Grundlagen : Beleuchtung“ sind wir auf verschiedene Scheinwerfer-Typen eingegangen. Daran knüpfen wir an und beleuchten sowohl den traditionellsten als auch den modernsten Vertreter der Zunft. Wir haben im ersten Teil festgestellt, dass es keinen Ganzjahresreifen der Lichtsysteme gibt.

Das Licht-Business ist ein Fall für Spezialisten. Für jede Anforderung gibt es – mehr oder weniger – den ideal dafür geeigneten Scheinwerfer. Nachdem wir uns bereits die Einsatzgebiete und Charakteristika von Parabolspiegel- (PAR), Stufenlinsen- (Fresnel) und Profil-Scheinwerfer vorgenommen haben, richten wir im zweiten Teil der Scheinwerfer-Grundlagen den Fokus auf zwei Scheinwerfer unterschiedlicher Generationen. Auf das sehr traditionelle Flutlicht (oder auch Fluter genannt) und auf das moderne Movinglight. 

Das Licht weicher machen

Wir halten es mit der Regel „Alter vor Schönheit“ und beginnen mit dem Flutlicht. Für Declan Randall, Training Program Coordinator bei ETC, ist es ein rudimentärer Scheinwerfer, der „traditionell verwendet wird, um große Flächen mit einem gleichmäßigen Licht zu beleuchten – zum Beispiel einen Rundhorizont oder bemalte Tücher auf der Bühne.“ Ein Tool, bei dem sich die altgediente Scheinwerfer-Technologie transparent offenbare: „Fluter bestehen im Grunde aus kaum mehr als einem Leuchtmittel und einem Reflektor“, sagt der ausgewiesene Lichttechnik-Pädagoge. Es ist ein lineares Leuchtmittel, bei dem die Glühwendel in einer einzigen Linie und nicht in einer Spiral- oder Tonnenform angeordnet ist, plus einem asymmetrischen Reflektor. Einige Scheinwerfer verwenden einen gehämmerten oder diffusen Reflektor. Warum? „Um das Licht weicher zu machen und um harte Schatten zu vermeiden.“ Wieder einmal zeigt sich, dass die Welt der Luxe und Lumen vom faszinierenden Zusammenspiel verschiedener Details geprägt ist. So traditionsreich konventionelle Fluter sind. Sie sind auch ineffizient. „Um wirklich etwas zu bewirken, beispielsweise im Theater, benötigt es schon mehrere von ihnen. Drei, vier Stück in einer Unit zusammengefasst sind meist notwendig, um beispielsweise Farben zu mischen, wie man es mit LEDs hinbekommt.“