#17 Beleuchtung: Live Lichttechnik

Spiegel- und kopfbewegte Geräte

Movinglights sind das Salz in der Suppe. Sie sorgen für optische Aha-Erlebnisse, dafür, dass Event-Besucher große Augen machen. Während statische Scheinwerfer – meistens Stufenlinsen- oder PAR-Scheinwerfer – die Bühne von verschiedenen Positionen aus lückenlos ausleuchten und damit das Pflichtprogramm erfüllen, sind Movinglights für die Kür zuständig. Sie bringen Bewegung auf die Bühne, machen eine Show zum visuellen Erlebnis. Wer die Entwicklung von Live-Lichtshows nachvollziehen möchte, braucht sich nur Konzertvideos der letzten Jahrzehnte ansehen. In den 1980ern war das alles noch sehr statisch und ruhig. Auch noch in den frühen 90ern. Seit Mitte bis Ende der 1990er Jahre aber hat sich etwas getan. Das Bühnenlicht lebte plötzlich, es war dynamisch und hielt bis dato unbekannte Effekte bereit. Diese Entwicklung ist untrennbar mit dem Auftauchen von Movinglights verbunden. 

Im Inneren eines Spot-Movinglights befinden sich Farbräder, Goboräder und vieles mehr

Movinglights sind automatisierte Versionen der jeweiligen Scheinwerfertypen. Sie können über eine externe Steuerung angefahren und durch einen eingebauten Motor bewegt werden. Regulieren lässt sich die Positionierung vertikaler und horizontaler Achsen, die Farbe und das Motiv des Lichtstrahls. Bei einer Live-Show werden Moving Lights größtenteils in der Kategorie „Washligh“ (als automatisierte Version von PARs und Fresnel) und „Spotlight“ (als automatisierte Version von Profilscheinwerfern) eingeteilt. Sie sind in zwei unterschiedlichen Bauformen erhältlich – als spiegel- und kopfbewegte Versionen. Während bei einem spiegelbewegten, auch als „Scanner“ bezeichneten Modell die Bewegung des Lichtstrahls über einen fernsteuerbaren Spiegel erreicht wird, bewegt sich bei kopfbewegten Typen der gesamte Kopf. Diese Geräte sind heute die dominierenden Modelle. Sie bestehen im Wesentlichen aus den Komponenten Sockel (Base), Arm, beziehungsweise Bügel (Yoke) und dem beweglichen Kopf (Head).