#20 Beleuchtung: Architekturbeleuchtung mit Herausforderungen

In unserer letzten Ausgabe der Lichttechnik-Grundlagen dreht sich alles um ein sehr spezielles Thema: die Architekturbeleuchtung. Was diesen Bereich so besonders macht, worauf es ankommt und was es mit dem Begriff „Architainment“ auf sich hat, klärten wir im Gespräch mit dem Projektmanager für Lichtplanung, Alfred Bergbauer. 

Alfred

Seit über dreißig Jahren rückt Alfred Bergbauer Gebäude ins rechte Licht. Seitdem hat sich der in Niederbayern lebende Techniker mit seiner Firma DTL Licht GmbH bundesweit einen guten Namen gemacht. Er weiß, worauf es ankommt, wenn ein Bürogebäude, ein Museum oder ein Glasbau beleuchtet werden soll. „Jede Fassade benötigt eine individuelle Herangehensweise und Kreativität bei der Licht-Realisierung. Es ist immer wieder eine neue Herausforderung.“ Auch wenn der Job selbst nach vielen Berufsjahren keine langweilige Einförmigkeit mit sich bringt, spielt die Erfahrung eine große Rolle. Was man in diesem Licht-Anwendungssegment indes schnell lernt, ist die grundsätzliche Unterscheidung von „funktionalem“ und „emotionalem Licht“. Funktional ist, man kann es sich denken, Licht das die nötige, pragmatische Helligkeit bietet. Anders verhält es sich beim emotionalen Licht. Licht, das an die Sinne und Gefühle appelliert: „Mit der Beleuchtung kann man sehr viel erreichen und ausdrücken, sie kann Spannung und Dramaturgie ausdrücken oder ein Gebäude dezent und sachlich erscheinen lassen“, sagt der bayerische Lichtprofi. Deshalb kommt der Beleuchtung längst auch große Bedeutung im Städtemarketing zu. Immer häufiger rücken Städte und Kommunen ihre architektonischen Schmuckstücke in ein spektakuläres Licht, um neue touristische Akzente zu setzen. „Architainment“ nennt sich dieses noch relativ neue Tool aus dem Marketing-Werkzeugkasten der Kommunen und Unternehmen. „So werden nicht nur soziale Räume attraktiver, Firmen nutzen die Licht-Möglichkeit auch ganz gezielt, um ihr Firmengebäude buchstäblich ins beste Licht zu rücken.“