#20 Beleuchtung: Architekturbeleuchtung mit Herausforderungen

Schlechte Fassaden brauchen gutes Licht

Geht es um die Illuminierung eines historischen Gebäudes, greift aber ein anderer Ansatz – aus Respekt den Jahrhunderte alten Bauten gegenüber: „Historische Gebäude sind Zeitdokumente“, sagt Bergbauer, „Hinterlassenschaften der damaligen Architekten, Bauherrn und Gesellschaft. Diese Gebäude benötigen deshalb einen sehr behutsamen Umgang mit Licht, da man die historische Architektur nicht durch übermäßigen Lichteinsatz verfremden möchte. Oftmals reicht da das symbolische ‚1 Watt für die Fassade‘.“ Für Gebäude, bei denen nicht gleich die alten Römer den Grundstein gelegt haben und keinen historischen Bonus zu bieten haben, ist Licht-Kosmetik allerdings gewünscht – und oft auch nötig. „Schlechte Fassaden brauchen gutes Licht“, bringt es Alfred auf den Punkt, „Licht, das der Architektur schmeichelt und Mängel kaschiert.“ Das gelinge beispielsweise mit den breitstrahlenden „Up&Down“-Linsen. Um ein Gebäude vorteilhaft erscheinen zu lassen, gebe es aber einige Möglichkeiten. Durch Strukturen, Gesimse oder durch Schatten. „Schatten können einerseits für eine dreidimensionale Anmutung sorgen und einen tollen Effekt erzielen, sie können aber auch störend wirken.“ Wie und ob sie eingesetzt werden, sei Teil des Lichtkonzeptes. 

Unscheinbare Gebäude können durch Beleuchtung gut in Szene gesetzt werden