#20 Beleuchtung: Architekturbeleuchtung mit Herausforderungen

Das Lichtkonzept ist – ähnlich wie bei einer Live-Produktion – Roadmap und Ausgangspunkt für das gesamte Projekt. Es entsteht im Dialog mit dem Bauherren und Architekten und es beinhaltet eine Vielzahl von Punkten und Themen, wie die Inszenierung und die Antworten auf die Fragen: Was will man erzeugen? Was lässt sich realisieren und was kostet es beziehungsweise wie hoch sind die laufenden Kosten? Seit ein paar Jahren ist der immer wichtiger werdende Aspekt der Biodiversität eingeflossen, in dem das Lichtkonzept nach der Umweltverträglichkeit hinterfragt wird. Natürlich ist auch die Wahl der Scheinwerfer und Lichtsysteme Bestandteil des Lichtkonzeptes. „Es kommen nur Systeme in Frage, die eine hohe Flexibilität mitbringen“, sagt Alfred. Als großen Schritt in die richtige Richtung sieht er den Einsatz von immer besser werdenden LED-Systemen. „Der Vorteil liegt darin, dass man bei gleichem Scheinwerfergehäuse über die Bestromung der LED unterschiedliche Leistungen abrufen kann.“ Je nach Lichtkonzept könne man permanent gleiche Leuchtdichte für die Fassade oder eine aktive, künstlerische Fassadenprojektion – auch mit farbigen RGB-Licht oder Projektoren – kreieren. 

Bei der Architekturbeleuchtung werden viele Komponenten fest im Objekt installiert

Im Zusammenspiel von modernen Leuchtmitteln und intelligenten Lichtsteuerungs-Systemen lassen spektakuläre Ergebnisse erzielen. Da wird selbst ein schmuckloser Bürokomplex zum faszinierenden Lichtspektakel – wie beispielsweise in Kansas City. Ein 16-stöckiges Bürohochhaus hat es – dank grandioser Illuminierung – zu einiger Berühmtheit gebracht.


Text: Werner Bongartz
Fotos: ETC