#7 Beleuchtung: „Mach mal dunkler!“ – Dimmen für Einsteiger

Zuhause im Wohnzimmer: Das Zimmerlicht ist für das Fernsehschauen etwas zu hell, man möchte aber auch nicht gleich komplett im Dunkeln sitzen. Da hilft der Griff zum Dimmer und man erinnert sich an den Physikunterricht. Der Drehknopf an der Zimmerwand muss bestimmt ein regelbarer Widerstand sein. Doch von wegen! Wäre der Widerstand in Reihe mit dem zu dimmenden Leuchtmittel geschaltet, ließe sich die Helligkeit zwar tatsächlich von null auf einhundert Prozent regeln. Doch der regelbare Widerstand würde sich im Betrieb stark erhitzen. Es wäre pure Energieverschwendung und alles andere als praktikabel.

Jede Wellenlänge hat ihre eigene Leistung, was fürs Dimmen wichtig ist

Wie funktioniert also das Dimmer-Prinzip im Privatbereich? Herzstück der Technik ist ein elektronisches Bauelement namens „Triac“. Es steht für „zwei antiparallel geschaltete Thyristoren“, die eng verwandt mit Transistoren sind, denn auch Thyristoren haben drei Anschlüsse und können Ströme schalten. Der Clou an diesem Ding: Er bleibt angeschaltet, wenn er einmal mit einem kleinen elektrischen Impuls leitend gemacht wurde und er schaltet sich erst wieder aus (und wird damit nichtleitend), sobald die Stromstärke null geworden ist. Wir bleiben im trauten Heim, in dem die Spannung 230 Volt beträgt und eine sinusförmige Gestalt hat. Was wir nicht wahrnehmen, ist die Action, die im Hintergrund abläuft. Nach je einer hundertstel Sekunde wechselt die Spannung ihre Polarität und nimmt kurzzeitig den Wert Null an. Je dunkler man es haben will, also je dunkler das Leuchtmittel glimmen soll, umso später wird im Verlauf der Sinuskurve der Triac gezündet. Und erst in diesem Moment leitet er wieder, bis zum nächsten Polaritäts-Wechsel. Diesem Prozess kann die träge glühende Wendel nicht folgen, und somit flackert das Licht auch nicht. So viel zum privaten Dimmen. Doch wie sieht es im professionellen Bereich aus?