#7 Beleuchtung: „Mach mal dunkler!“ – Dimmen für Einsteiger

Professionelles Dimmen

Wie wichtig das Dimmen im professionellen Bereich ist, sieht man, wenn man sich zum Beispiel Theater- oder Opernhäuser anschaut. Das hochqualitative Dimmen auf absolut Null ist im Bereich der Theater- und Opernhäuser extrem wichtig. Denn die Zuschauer sind es über Jahrzehnte hinweg gewohnt, dass das Licht in den Spielstätten ganz, ganz langsam erlischt, wenn die Aufführung beginnt. Das gehört zum Theater, wie der Eisverkäufer zum Kino. Um diesen Effekt zu erzielen gibt es mehrere Möglichkeiten. Je nach Leuchtmittel – Halogen-Leuchtmittel, LED und so weiter – lässt sich der Scheinwerfer mit einem mechanischen Verdunkler (wie einer Jalousie) verdunkeln.

Man kann es sich denken: Diese Methode mag tadellos funktionieren, doch sie ist alles andere als ideal. Denn bei diesem mechanischen Verdunkeln ruft das Leuchtmittel – trotz Abdimmens – unvermindert seine volle Leistung ab. „Beim mechanischen Dimmen bleiben Farbtemperatur, Lichtfarbe und Spektralverteilung konstant“, sagt der staatlich geprüfte Elektrotechniker und Licht-Experte Christian Kovacs. Anders verhält sich die Sache bei elektronischen Dimmern. Hier wird dem Leuchtmittel die Energie vorenthalten, mit der Folge, dass sich auch die Betriebsparameter des Leuchtmittels ändern. „Vor allem bei Glühlampen ändert sich die Farbtemperatur erheblich“, so Christian, „das kann manchmal gewünscht und manchmal unerwünscht sein.“ Erwünscht sei dieser als „Red Shift“ bezeichnete Effekt beispielsweise im Theater. Weniger erfreut ist man darüber allerdings in Fernseh- und Foto-Studios, da es zu einem gewissen Rotstich im Kamerabild führen kann.