#8 Beleuchtung: „Mach mal dunkler!“ – Dimmen für Einsteiger – Teil 2
R-und L-Last
Geräte sind häufig mit „R-Last“ oder „L-Last“ gekennzeichnet (die Begriffe tauchen auch in der Bedienungsanleitung auf). Das „R“ der „R-Last“ steht für das englische Wort „Resistor“ und heißt Widerstand. Beschrieben hat dieses physikalische Phänomen der deutsche Physiker Georg Simon Ohm – und nach ihm wurde ehrenhalber auch die Einheit des Widerstands benannt. Spricht man von einem „ohmschen Widerstand“, dann meint man meistens den Wolframdraht in einer Glühlampe oder einem Halogenleuchtmittel. „Durch diesen Draht mit sehr geringem Querschnitt muss sich der Strom zwängen“, sagt der staatlich geprüfte Elektrotechniker und Licht-Experte Christian Kovacs.

Das führe zu einer spürbaren Erwärmung. „Wolfram ist ein Metall mit hoher Leitfähigkeit und hohem Schmelzpunkt. Der liegt bei knapp 3.400 Grad. Eisen hat zum Vergleich einen Schmelzpunkt von etwas über 1.500 Grad Celsius.“ Fazit: Dimmer mit „R“-Kennzeichnung können nur ohmsche Lasten dimmen (Glühlampen, Heizungen). Die L-Last wird durch die Induktion bewirkt. Das heißt: Es kann erst Strom fließen, wenn das magnetische Feld aufgebaut ist. Jede Feldänderung bewirkt eine, gegen die anliegende Spannung agierende, Gegeninduktion.

So bleibt kaum noch Spannung für einen Stromfluss übrig. Das „L“ steht für die Dimmbarkeit mit Phasenanschnittdimmern, die für induktive Lasten geeignet sind. Dazu gehören gewickelte Niedervolt-Halogen-Transformatoren. Dimmer, die mit einem „C“ gekennzeichnet sind, können kapazitive Lasten steuern. Kapazitive Lasten findet man bei Niedervolt-Halogenscheinwerfer mit elektrischem Transformator. Manche Dimmer sind mit Buchstaben-Kombinationen gekennzeichnet: Hier handelt es sich um Universaldimmer, die zur Steuerung der jeweils angegebenen Lastenart eingesetzt werden können.
