#9 Audiotechnik: Gute Verbindung – Teil 2

Aderquerschnitt und Kapazität

Von Lautsprecherverkabelungen abgesehen werden bei sämtlichen Audio-, Video- und Datenverbindungen die Nutzsignale nur mit geringen Leistungen von einem Milliwatt oder weniger transportiert. Aus diesem Grund spielt der Aderquerschnitt hier eine untergeordnete Rolle und liegt typischerweise zwischen 0,2 und 0,5 mm2. Wesentlich bedeutender ist hingegen die Kapazität der signalführenden Adern zueinander. Je niedriger diese liegt, desto länger kann ein Kabel sein, bevor es zu einem hörbaren Höhenabfall beim Signal kommt. Gängige Werte sind fünfzig bis einhundert pF (Pikofarad), wodurch sich bei üblichen Quellwiderständen von analogen Mikrofon- und Lineausgängen (50 bis 600 Ohm) eine verlustfreie Übertragung über mehrere hundert Meter realisieren lässt. Bei der Verkabelung von E-Gitarren oder anderen elektrischen Instrumenten ist die Situation oftmals kritischer.

Angesichts der unterschiedlichsten Signalspannungen wird deutlich, dass man stets geeignete Kabel für den jeweiligen Signaltyp verwenden sollte

Da viele (passive) Tonabnehmer einen sehr hohen Ausgangswiderstand von mehreren Kiloohm aufweisen, ist trotz bestem Kabelmaterial in der Regel schon nach zehn Metern eine Verschlechterung des Audiosignals zu bemerken. Neben der Prämisse, derartige Kabelwege möglichst kurz zu halten, ist für uns als Anwender vor allem wichtig, die Qualität solcher Signale nicht durch Fehlanpassungen des so genannten Lastwiderstands am (Mischpult-)Eingang weiter zu verschlechtern. Dieser sollte in diesem Fall möglichst hochohmig (z.B. fünfhundert Kiloohm oder ein Megaohm) sein und ist oftmals mit „Hi-Z“ beschriftet. Eingänge von DI-Boxen sind in der Regel immer hochohmig.