#9 Audiotechnik: Gute Verbindung – Teil 2
Leitungswellenwiederstand (Kabelimpedanz)
Im Gegensatz zu analogen Audiosignalen sind digitale Audio-, sowie Video-, Antennen- und Datensignale in einem wesentlich höheren Frequenzbereich angesiedelt. Hier ist es wichtig, dass die Flankensteilheit der Impulse auf dem Kabelweg nicht oder nur wenig beeinträchtigt wird. Deshalb wird bei derartigen Verbindungen ein weiterer Kabelparameter wichtig: der Leitungswellenwiderstand. Er ergibt sich für höhere Frequenzen – vereinfacht ausgedrückt – aus dem Durchmesser der Signaladern und deren Abstand zur Abschirmung.

Nachmessen kann man den Leitungswellenwiderstand eines Kabels nicht ohne Weiteres, sodass man sich hier auf die Herstellerangaben verlassen sollte. Übliche Werte sind 50 Ohm für HF-Signale, 75 Ohm für Video- und S/PDIF-Signale, sowie 110 Ohm für das AES/EBU- und DMX-Format. Wenngleich kurze Verbindungen zur Not auch oftmals mit einem formell ungeeigneten Kabel funktionieren, sollte man vor allem bei langen Leitungswegen sehr genau sein und nur Kabel mit zum Signal passender Impedanz verwenden.
Text: Martin Person
Fotos: Martin Person, Simon Kropp
