Testberichte

Artrolux „Color Nova“ : Die Magischen Acht

Artrolux „Color Nova“ : Die Magischen Acht

3. März 2015


Bei Konzerten oder großen Events kommen meistens Spot-, Wash- und seit ein paar Jahren auch Beamlights zum Einsatz. Diese Movinglights findet man als Zuschauer in hoher Anzahl im Rigg über oder auf dem Boden an den Rändern der Bühne. Die bekannte LED-Technik hat in diesem Segment schon längst Einzug gehalten, auf konventionelle Scheinwerfer setzen die Lichtdesigner immer weniger. Es gibt aber auch Anwendungsfälle im Event- und vor allem auch im Theater-Bereich, wo man riesige Flächen ausleuchten muss. Zum Beispiel, wenn man eine Fassade oder auch den Bühnenhintergrund ausleuchten möchte. Für solche Einsätze nutzt man Fluter und diese Geräte gibt es mittlerweile auch mit der LED-Technologie. Auf der diesjährigen Prolight+Sound haben wir genau in diesem Bereich ein vielversprechendes neues Produkt entdeckt, das wir sofort für euch testen wollten. Artrolux hat am Stand des Vertriebs BBS Beleuchtungstechnik Bühnentechnik Schenk GmbH den Color Nova präsentiert. Wir haben von BBS, dem Exklusiv-Vertrieb des Color Nova, einen Test-Scheinwerfer geschickt bekommen und waren gespannt, ob der Fluter hält, was er verspricht.

Insgesamt sind 84 Mischkammern verbaut die jeweils aus acht LEDs bestehen

Insgesamt sind 84 Mischkammern verbaut die jeweils aus acht LEDs bestehen

Bisher haben sich RGBW-LEDs im Eventbereich durchgesetzt und gelten fast schon als Standard. Bei Artrolux geht man aber noch einen Schritt weiter und präsentiert den ersten Scheinwerfer mit acht LEDs in einer Mischkammer. In jeder der 84 Kammern befinden sich acht kleine Leuchtdioden, die nicht nur die typischen vier Farben Rot, Grün, Blau und Weiß darstellen können. Mit einer LED für jeweils Deep Red, Amber, Cyan, Royal Blue und Warm Weiß (2.700 K) können weitaus mehr Farben gemischt werden. Somit besteht der Color Nova aus 672 2-Watt-LEDs, die laut Hersteller in der Summe einen maximalen Licht-Output von 50.000 Lumen haben. Dafür werden wiederum maximal 1.250 Watt benötigt, was eine gute Kühlung der Platine, auf der die LEDs sitzen, unabdingbar macht. Die Kühlung erfolgt sowohl über einen Kühlkörper als auch über drei Lüfter an der Unterseite des Scheinwerfers. Mit diesen Öffnungen ist der Color Nova allerdings anfällig für Wasser und Staub und bringt ihm nur die Schutzklasse IP20 ein. Natürlich muss der Kühlkörper bei 672 LEDs auch eine gewisse Größe haben, was wiederum dazu führt, dass der Color Nova im Vergleich zu anderen Flutern ziemlich schwer ist. 21 Kilogramm bringt das Gerät auf die Waage und ist damit alles andere als ein Leichtgewicht. Aber Artrolux hat auch dafür eine Lösung und zwar in Form des Mikro Nova. Der Scheinwerfer hat ebenfalls die angesprochenen acht LEDs in einer Kammer, ist aber etwas kleiner und somit auch leichter als sein großer Bruder. Der Mikro Nova hat ungefähr die Hälfte an LEDs verbaut und nur die Hälfte des Outputs, dafür ist er aber IP65 klassifiziert und somit auch Outdoor-tauglich. Vor allem im Eventbereich, wenn täglich eine Veranstaltung auf- und abgebaut werden muss, ist es vorteilhaft, wenn Geräte nicht zu schwer sind. Man muss für sich selbst den perfekten Mix finden. Will man einen Scheinwerfer mit sehr hohem Licht-Output, dann empfiehlt sich der Color Nova. Wenn man aber eher auf minimiertes Gewicht und Outdoor-Tauglichkeit angewiesen ist, so sollte man sich den Mikro Nova genauer anschauen.

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