Batman Live : Flattermaus auf Tour

Um diese Genauigkeit an jedem Veranstaltungsort zu gewährleisten, wurde für „Batman Live“ eine ganz spezielle Konstruktion entwickelt. Über der riesigen Bühne, die rund zwanzig Meter in die Arena hinein reicht, ist ein ebenso großes Traversen-Konstrukt installiert. Der Großteil der über 200 Movinglights befindet sich an diesen Traversen beziehungsweise in diesem Fall sollte man eher sagen, dass sie sich in den Traversen befinden. Über den Akteuren sind 40 Sharpys von Clay Paky, 32 MAC 2000 Wash XB  und 37 MAC 301 von Martin Professional sowie 52 Robe 2500 ColorSpots verbaut. Alle Scheinwerfer befinden sich fest montiert und vorverkabelt in den schwarzen Traversen. Somit müssen die unterschiedlich großen Truss-Strecken nur noch verbunden werden, Kabel am Scheinwerfer angesteckt, und schon kann das ganze Konstrukt unters Dach gezogen werden. „Wir fangen morgens um acht mit dem Aufbau an und sind gegen acht Uhr abends fertig mit allem. Das schaffen wir nur durch bereits fertig bestückte Traversen. Außerdem kann ich so sicher sein, dass meine Scheinwerfer in jeder Stadt an der richtigen Position hängen“, erklärt Alex. Damit aber auch die gesamte Konstruktion, an der übrigens auch die PA hängt, aufgebaut werden kann, muss sichergestellt sein, dass die Location groß genug ist. Das dies nicht immer der Fall ist, weiß der technische Leiter Jake Berry zu berichten: „Wir hatten mit unserem normalen Setup ein paar Shows in Dublin. Dort fingen wir auch um acht Uhr morgens an mit dem Aufbau, allerdings stießen wir dort schnell auf ein Problem. In der Arena gibt es Balkone, die genau auf der Höhe sind, wo unsere Traversen-Konstruktion auch hängt. Nachdem wir das Konstrukt auf Arbeitshöhe gefahren haben, wurde schnell klar, dass wir ein Traversen-Element entfernen müssen. Sonst hätte nämlich unser vorderstes Line-Array etwa fünf Meter vor den Besuchern auf dem Balkon gehangen.“
Insgesamt wurden 56 Clair-Brothers-Lautsprecher im Rigg verbaut
An dieser Traversen-Konstruktion war auch ein Schienensystem installiert, ohne das die ganze Show nicht hätte stattfinden können. Am Ende des Konstrukts und versteckt hinter der riesigen LED-Wand befand sich eine Umlenkrolle, die rund 40 Tonnen ziehen kann. Darüber hinaus befand sich dort ein Personenlift, der die Akteure im Dauereinsatz bis unters Hallendach befördert. Dort angekommen, können sich Batman, Robin und deren Gegner im Schienensystem einhängen und über die Bühne, die Gotham City darstellen soll, hinweg fliegen. Somit wird das Spektakel vor allem für die kleineren Zuschauer umso realistischer. Für genau diesen realistischen Eindruck sorgt auch die angesprochene LED-Wand. Diese ist so breit wie die gesamte Bühne und reicht ebenfalls bis unters Hallendach. Der eingesetzte Content war dabei sehr abwechslungsreich und zeigte in einem Moment Gotham City, im nächsten Moment das Batcave und dann einige Auszüge aus dem Comic. Die LED-Wand diente somit als optische Verlängerung der Bühne und wurde immer passend in die Show integriert. Der besondere Clou war, dass nicht einfach eine riesige LED-Wand als Bühnenabschluss aufgebaut, sondern die Wand selbst auch in Szene gesetzt wurde. So kreierten die Designer einen Backdrop in Form des Batman-Zeichens und spannten ihn vor die LED-Wand. Videoregisseur Sam Pattinson hat auf jeden Fall ganze Arbeit geleistet und vor allem bei der Content-Gestaltung sein Können unter Beweis gestellt.
 

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