Berlin wird internationales Zentrum der Festivalwelt
Mit ihrer fünften Ausgabe hat die Future of Festivals in der vergangenen Woche erneut gezeigt, welche Bedeutung sie als Branchentreffpunkt für die Festival- und Großveranstaltungsbranche in Europa hat. Eine Rekordzahl von über 8.000 Teilnehmenden aus mehr als 30 Ländern macht die Veranstaltung zu einem internationalen Treffpunkt der Festival- und Eventbranche mit wachsender globaler Bedeutung. Der besondere Mix aus Innovation, Wissensaustausch, Networking und Konferenzprogramm zieht dabei neben etablierten Branchenkennern auch viele neue Akteure aus der gesamten Eventlandschaft an.
Rund 400 Ausstellende aus Europa und weltweit präsentierten auf 12.000 Quadratmetern neue Innovationen, Technologien und Services für die Festivalbranche. In über 100 Panels, Keynotes und Workshops mit 220 internationalen Speakern wurden Themen wie Nachhaltigkeit, Sicherheit, KI, Innovation, Technologien, Inklusion und Wirtschaft diskutiert.
In enger Kooperation mit der Niederländischen Botschaft und Innofest waren 16 innovative Start-ups aus den Niederlanden vor Ort in Berlin. Die Unternehmen bieten verschiedene Innovationen an, darunter Lösungen für automatisches Mülltrennen, mobile Wasserstoffgeneratoren, sonnennachführende Solarsysteme und einpflanzbare Festivalbänder. Darüber hinaus präsentierten sie sich mit verschiedenen Bühneninhalten und einem Satellite Event, moderiert von Innofest. Obendrein besuchte Botschafterin Hester Somsen den Stand vor Ort und machte sich ein Bild von den nachhaltigen Innovationen. Dieser angestoßene Austausch unterstreicht die Rolle der Future of Festivals als Plattform für Innovation und als verbindendes Element zwischen den verschiedenen Ländern, Märkten und Akteuren in der Festivalbranche.
Die Auszeichnung für innovative und nachhaltige Festivalprojekte wurde am Freitagabend vor der Aftershow Party vergeben. Über die gesamte Veranstaltung stimmten Besucher und Besucherinnen live per App in zwei Kategorien ab: Dienstleistung/Unternehmen ging an PlantjeBandje für einpflanzbare Festivalbänder, die zu Blumenwiesen werden. In der Kategorie Festivals gewann das Wacken Open Air mit nachhaltigen Moorbasis-Schutzmatten, die das Gelände stabil und schlammfrei halten.
Die lokalen und internationalen Festivalteams nutzten die gegebene Plattform gezielt zum Wissensaustausch. In Zusammenarbeit mit dem Festival-Verband Impuls Brandenburg wurde zum Beispiel ein Format für den Roundtable „In Brandenburg hilft man sich“ organisiert. Ziel war es, in einem neuen Konzept über einen längeren Zeitraum Ideen auszutauschen und Ansätze zu entwickeln, um die Festivalbranche gemeinsam zu stärken. Im 360 Grad Theater präsentierten Festivals ihre Best Practices und gewonnene Erkenntnisse des vergangenen Jahres und teilten diese mit Kollegen und Kolleginnen als direkter Wissenstransfer zwischen Peers. „Mit den neuen Formaten demonstrieren wir, wie essentiell die Zusammenarbeit aller Akteur/innen ist, um auf die zentralen Fragen der Zukunft Antworten zu finden, etwa zur Nachhaltigkeit und Finanzierung“, erklärt CEO Robert Stolt. „Als europäische Leitmesse gehen wir mit gutem Beispiel voran und das ist uns dieses Jahr gelungen. Die nächste Etappe besteht darin, noch mehr Inhalte für alle Gewerke und Fachbereiche der Festivalteams zu schaffen, damit sich alle Kolleg/innen im Programm vertreten finden.“
