Testberichte

coolux „Pandoras Box V5“ : Völlig neue Möglichkeiten

coolux „Pandoras Box V5“ : Völlig neue Möglichkeiten

11. August 2014

Zugegebenermaßen ist unser Test-Autor Matt Finke von LOOP LIGHT nicht ganz unparteiisch, was das Produkt „Pandoras Box“ angeht. Dennoch betrachtet er das Gerät sehr kritisch und fordernd. Einleitend möchten wir mit einer Namensgebung brechen und einen Gedanken anstoßen. Eigentlich würde man Pandoras Box ja in der Kategorie der „Medienserver“ sehen. Das ist ein anerkannter Oberbegriff der Gattung. Allerdings sollte in Zukunft dieser Begriff in weitere Subgruppen unterteilt werden, denn ein reiner Medienserver ist Pandoras Box nicht mehr und Version 5 zeigt das sehr drastisch.

Bis vor kurzem gab es eine sehr direkte, nennen wir es einmal „Abhängigkeit“ zwischen Pandoras Box V4.7 und dem Lichtkonsolenmarkt. Medienserver wurden tatsächlich aus dem kreativen Anspruch und Bedarf von Lichtschaffenden geboren. Daher orientieren sich diese auch sehr oft an „Librarys“, also Lamptentypen, und deren DMX- oder ArtNet-Ansteuerung, also verschiedenen anzusteuernden Funktionen einer Einheit. Dies macht grundlegend auch Sinn. Man hat immer die gleiche Anzahl an Funktionen wie beispielsweise einen Layer mit Farbveränderung oder Positionierung im Raum, also etwas Bekanntes mit einer bekannten Anzahl von Funktionen und Bedienungen. Allerdings hat der Anwender dann auch eine Limitierung. Genau hier haben sich „Medienserver“ in den vergangen Jahren unglaublich entwickelt, die Anwendungsgebiete sind längst nicht mehr ausschließlich mit Lichtkonsolen gekoppelt. Pandoras Box bietet mit dem „Manager“ (Ansteuerungssoftware) die Möglichkeit der Programmierung, die sich an einer Zeitleiste orientiert. Diese Art der Programmierung findet sich auch bei anderen Herstellern wieder und ist unerlässlich geworden in vielen Anwendungsgebieten. Jetzt hat man aber immer einen Layer, der sich an der Bedienung über Lichtkonsolen orientiert. Also stehen rund vierzig Funktionen und Kanäle zur Verfügung. Das kann dann schon einmal nerven, denn wann braucht man schon alles auf einmal? Eigentlich so gut wie nie! Also schauen wir uns einmal die Neuerungen der Pandoras Box V5 im Detail an. Ein Layer hat nur noch die nötigsten Parameter an Bord, das System ist also beim Programmieren um einiges übersichtlicher. Effekte und Zusätze werden nur einem einzigen Layer zugewiesen. Das Ganze ist vielen Video-Schnitt- und Effekt-Programmen sehr ähnlich und somit komplett modular und auf die eigenen Bedürfnisse anpassbar.

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