Deichbrand : Feuer trifft Wasser

Zum mittlerweile siebten Mal wurde 2011 das DEICHBRAND-Festival in Cuxhaven zelebriert. Rund vierzig Bands kamen in den hohen Norden, um mit den Zuschauern das „Rockfestival am Meer“ zu einem unvergesslichen Event zu machen. Wie auch schon in den vergangenen Jahren, war RCF dabei für die Beschallung zuständig und hatte mit den extremen Witterungsbedingungen zu kämpfen – hat den Kampf aber gewonnen.

Es begann 2005 als ein kleines, nettes Festival für alle Freunde von Rockmusik und entwickelte sich innerhalb weniger Jahre zu einem der größten Musik-Events im Norden Deutschlands. Das DEICHBRAND-Festival feierte in diesem Jahr seine siebte Auflage und konnte dabei die Marke von 20.000 Zuschauern fast knacken. Dabei sah es in den Anfangsjahren gar nicht gut aus für dieses Festival. Zwei Studenten wollte 2005 ein Festival mit familiärer Atmosphäre ins Leben rufen. Das haben sie auch, allerdings schrieben sie dabei noch rote Zahlen. Die beiden Veranstalter ließen sich aber nicht unterkriegen und machten auch in den kommenden Jahren weiter – zum Glück für alle DEICHBRAND-Fans. Der lange Atem lohnte sich und so war das Festival in diesem Jahr schon Wochen im Voraus ausverkauft und die Veranstalter konnten mit Stolz verkünden, dass 18.000 Tickets verkauft wurden. Nach eigenen Aussagen der DEICHBRAND-Crew hätten auch noch weitaus mehr Tickets verkauft werden können. Allerdings war das Veranstaltungsgelände nur für 18.000 Besucher ausgelegt. Es sieht aber so aus, als würde das Festival im kommenden Jahr noch einmal wachsen. Es spielten wohl mehrere Faktoren mit, dass das DEICHBRAND so erfolgreich geworden ist. Da wäre zum einen die Konkurrenzlosigkeit im Nordwesten Deutschlands zu nennen. Über den Sommer verteilt gibt es zwar viele Festivals in der gesamten Republik, aber im Umkreis von Cuxhaven ist das DEICHBRAND allein auf weiter Flur. Zum anderen verspricht das Line-Up in jedem Jahr ein Wochenende voller Spaß und großartiger Künstler. Das Festival ist zwar als Rockfestival deklariert, aber die Verantwortlichen versuchen auch andere Sparten zu integrieren – mit großem Erfolg. So waren in diesem Jahr beispielsweise „Die Fantastischen Vier“ als Headliner gebucht. Und um den feierwütigen Besuchern auch nachts eine Möglichkeit zum Tanzen zu bieten, gibt es ein Partyzelt, in dem Techno- und Elektrogrößen wie Westbam oder Milk&Sugar auflegen.

„Die Fantastischen Vier“ trotzten dem Dauerregen und legten eine fulminante zweistündige Show hin

Bei der Vielzahl an Bands, die heutzutage auf Festivals spielen, reicht eine Bühne schon lange nicht mehr aus. So gibt es meistens eine Main-Stage und eine etwas kleinere Second-Stage. Auf dem DEICHBRAND sind diese mit Fire- und Waterstage betitelt. Beide Bühnen unterscheiden sich sowohl in der Größe als auch in der Bestückung mit Licht-, Ton- und Videotechnik. Seit Bestehen des Festivals wachsen sowohl die Fire- als auch die Waterstage, nur der Standort ist seit Jahren der gleiche. Bei anderen vergleichbaren Festivals stehen beide Bühne entweder an örtlich weit getrennten Standorten oder aber soweit auseinander, dass beide Stages gleichzeitig oder mit minimalem Zeitverzug bespielt werden können. Beim DEICHBRAND hingegen geht man einen anderen Weg und baut beide Bühnen sehr dicht nebeneinander auf. Das hat vor allem den Vorteil, dass die Besucher zwischen den Auftritten der Künstler nicht weit laufen müssen. Zum Teil können die Zuschauer sogar an ihren Plätzen verharren und bekommen trotzdem das Programm beider Bühnen mit. In der Praxis tritt somit auf einer der beiden Bühnen der Künstler auf, währenddessen wird auf der zweiten Bühne das Setup für den nächsten Act aufgebaut und ein Line-Check durchgeführt. Für die verantwortlichen technischen Dienstleister bedeutet das, dass neben den Main-PAs auch noch Side-Hangs eingeplant werden müssen. Da auch die Besucher an der nicht-bespielten Bühne das Programm verfolgen möchten, reicht die Coverage, also die mögliche zu beschallende Fläche der Main-PAs nicht mehr aus. Sowohl an der Fire- als auch an der Waterstage wurden darum weitere Line-Arrays, bestehend aus TTL33-A auf der großen und TTL31-A von RCF auf der kleineren Bühne installiert. An beiden Standorten kamen jeweils zwölf Module pro Line-Array zum Einsatz, was zu einer optimalen Beschallung des gesamten Geländes führte.

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