DEICHKIND Tour 2012 : Deichkind sind „leider geil“

Im Gegensatz zur komplexen Ansteuerung der Lichttechnik ist das Lichtdesign eher minimalistisch gehalten. Zusammen mit Henning Besser entwickelte Sebastian rund ein Jahr lang das Lichtsetup. Viele Requisiten gehören schon immer zu den Deichkind-Konzerten dazu, bei den letzten Tourneen wurde dies auch noch durch ein knalliges Lichtdesign untermalt. Dieses Jahr hat das Kreativ-Team einen anderen Ansatz gewählt und eher das Setdesign in den Vordergrund gestellt. Highlight des Sets waren fahrbare, dreieckige, unterschiedlich große Säulen, die an allen Seiten mit anderen Materialien bespannt waren. Dadurch war es möglich, dass bei einem Song auf die sogenannten Omnipots projiziert werden kann und bei einem anderen Song dann die vordere Fläche das Licht der Scheinwerfer reflektiert. Von diesen Omnipots gibt es insgesamt vierzehn Stück auf der Bühne, sie nehmen somit viel Platz ein. Weder Henning noch Sebastian wollten mit einem aufwändigen Lichtdesign die Wirkung des Sets minimieren. Darüber hinaus sind die Akteure auf der Bühne enorm aktiv und powern sich während der rund zweistündigen Show vollkommen aus. Es passiert so viel auf der Bühne und auch im Zuschauerbereich, dass ein Lichtdesign mit wilden Gobofahrten zu sehr ablenken würde. „Ich verwende in genau zwei Songs Gobos. Darüber hinaus gibt es zwei Songs, in denen die Movinglights über der Bühne eine Tiltfahrt machen. Ansonsten werden vor allem viel Weißlicht und CTO eingesetzt“, beschreibt Sebastian sein minimalistisches Lichtdesign. Genügend Bewegung ist dabei keinesfalls Mangelware auf der Bühne, da die dreieckigen Omnipots auch noch fahrbar sind. Am unteren Ende jeder Konstruktion ist ein Rollbrett montiert, das über einen speziellen Controller in alle Richtungen bewegt werden kann. Dafür wurde extra ein Ingenieur engagiert, der alles konstruiert hat und während der Shows die einzelnen Omnipots bewegt und vor allem auch bewegen darf.
Ständig wechselnde Kostüme sind ein fester Bestandteil der Deichkind-Show
Trotz des minimalistischen Ansatzes kann natürlich nicht gänzlich auf Lichttechnik verzichtet werden. Doch Effektscheinwerfer wie Beam-Movinglights sucht man bei Deichkind vergebens. Sebastian konzentriert sich lieber auf altbekanntes wie die Spotlights Vari*Lite VL3500 und VL3000, VL3500 Wash, die sich allesamt im Rigg über der Bühne befinden und 16 GLP impression 120RZ, die als Floorlights dienen. An der Stelle, wo die impressions stehen, hätte Sebastian zwar lieber Entladungslampen eingesetzt, was aber aus Platz- und sicherheitstechnischen Gründen nicht möglich war. „Die impressions sind einfach super kompakt und schnell aufgebaut. Darüber hinaus arbeiten wir mit vielen Requisiten, und auf der Bühne ist immer viel los. Die Gefahr, dass etwas auf eine Entladungslampe fällt und dann Feuer fängt, ist einfach viel zu groß. Das kann uns mit den impressions nicht passieren, da dort ja nur LEDs verbaut sind“, begründet Sebastian die impression-Wahl.

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