Testberichte

DEIKO Systems „DLC One“ : Und es werde Licht

DEIKO Systems „DLC One“ : Und es werde Licht

14. August 2014

Es gibt ein paar Namen, die liest man immer wieder, wenn es um das Thema Lichttechnik geht. Konzentriert man sich dabei dann auch noch auf die Ansteuerung, ist der Kreis des verwendeten Equipments meist noch enger. Dies liegt zweifelsohne an der Qualität der professionellen Geräte, aber natürlich auch am Namen der Hersteller. Bereits früh bekommen angehende Techniker vermittelt, welche Konsolen auf großen Events am FoH stehen und dem eifern natürlich viele nach. Kaum ein neues Produkt oder ein neuer Hersteller trauen sich an diesen schwierigen Markt heran. Ein kleines Unternehmen aus dem Osten der Bundesrepublik präsentierte Ende letzten Jahres nun ein Lichtpult, das mit einigen Features überzeugen kann. Sowohl bei den Funktionen als auch beim Preis spricht man vor allem die jungen Lichttechniker an. Eine Konkurrenz zu den großen etablierten Konsolen soll es dabei bewusst nicht sein, sondern eher ein Pult, mit dem man ohne viele Mühen kleine bis mittelgroße Shows fahren kann. Das „DLC One“ ist dabei nur der Anfang und soll ein Einstieg in die Philosophie des Herstellers DEIKO Systems sein. Wir hatten kurz nach der Veröffentlichung der Konsole die Möglichkeit, einige Features anzusehen.

Über das kleine Display und die Tasten F1 bis F8 gelangt man ins Menü und kann alle Einstellungen vornehmen

Über das kleine Display und die Tasten F1 bis F8 gelangt man ins Menü und kann alle Einstellungen vornehmen

Berührungsängste mit etwas Neuem kennen wohl die meisten und bei technischem Equipment ist dies noch ausgeprägter. Hat man sich einmal an eine Bedien-Philosophie eines Herstellers gewöhnt, will man eigentlich nicht wieder wechseln. Darum war es für DEIKO Systems auch besonders wichtig, dass man nach einer kurzen Einweisung sofort mit dem „DLC One“ arbeiten kann. Doch wir wollen uns erst einmal den harten Fakten widmen und die Ausstattung des neuen Pultes anschauen. Beim ersten Betrachten wird einem schnell klar, dass sich das „DLC One“ nicht mit einer grandMA messen möchte, sondern eher in der Klasse der grandMAmicro mitspielt. Die Oberfläche wirkt aufgeräumt und jede Taste hat eine eigene nützliche Funktion. Zur Programmierung nutzt man dabei das LC-Display, das mittig am oberen Ende eingesetzt ist. Zwei DMX-Universen stehen dem Anwender zur Verfügung und somit kann man 1.024 Kanäle steuern. Das reicht aus, um maximal sechzig Movinglights oder LED-Spots zu steuern. Anschlussseitig kann man sich dabei zwischen 3-poligem und 5-poligem DMX entscheiden. Auf der Oberseite des „DLC One“ stehen dem Anwender zwölf Fader zur Verfügung, die aber dank eines MIDI-Anschlusses erweiterbar sind. Somit kann man sich problemlos ein Fader-Wing anschließen und darüber weitere Funktionen während der Show aufrufen. Außerdem befindet sich noch eine Vielzahl an Tasten auf der Pult-Oberfläche. 24 Tasten dienen dazu, vorprogrammierte Cues aufzurufen, zwölf weitere können zur Auswahl definierter Movinglight-Positionen und Colorwerte genutzt werden, dreißig Tasten dienen der Spot-Direktanwahl und zuletzt findet man noch achtzehn Tasten zur Feature-Direktanwahl.

Eine umfassende Geräte-Bibliothek, die auch immer wieder aktualisiert wird, ermöglicht das Programmieren einer Show mit passendem Equipment. Für die etwas fauleren Anwender gibt es aber auch vorgefertigte Bewegungen und LED-Effekte, die direkt per Tastendruck ausgewählt werden können. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn es auf der Produktion einmal stressig abläuft und es darum geht, dass die Scheinwerfer sich überhaupt ein wenig bewegen. Neben den Tasten gibt es noch eine Vielzahl an Fadern, darunter auch drei Masterfader. Damit man das „DLC One“ auch im Theater verwenden kann, können zwei dieser Fader zum Beispiel als A/B-Fader genutzt werden.

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