Ein Sommernachtstraum mit Sennheiser

Zum zehnten Mal fand am 26. Juli der „Münchner Sommernachtstraum“ statt. Die beliebte Musikveranstaltung mit abschließendem Großfeuerwerk lockte 2014 knapp 50.000 Gäste in das Olympiastadion der bayerischen Hauptstadt. Nach einem attraktiven Vorprogramm gehörte die Bühne ab 20 Uhr Xavier Naidoo und seiner Band. Der Ausnahmesänger, der den deutschsprachigen Soul im Bewusstsein einer breiten Zuhörerschaft etabliert hat und erst kürzlich als Gastgeber eines TV-Gesangwettbewerbs seine Popularität noch einmal deutlich steigern konnte, setzt bei Live-Shows auf die drahtlose 2000er Serie von Sennheiser. Die Gesamtleitung der Produktion lag bei Andy Blöcher.
Timo Hollmann an seiner AVID-Konsole
Xavier Naidoo singt über einen Sennheiser SKM 2000 Handsender, der mit einer MMD 935 Kapsel bestückt ist. „Diese Kapsel wurde nach einer intensiven Testphase ausgewählt“, berichtet Timo Hollmann, der seit Jahren für den Live-Sound von Naidoo verantwortlich zeichnet. „Das Klangbild wurde im Tonstudio mit dem Sound anderer Kapseln verglichen, und der Mikrofonkopf MMD 935 ging aus dem Shoot-out als eindeutiger Sieger für Xaviers Stimme hervor.“ Der erfahrene Toningenieur stellt die Zuverlässigkeit der Systeme heraus: „Mit der Qualität der Funkübertragung bin ich außerordentlich zufrieden – seit 2001 habe ich Drahtlossysteme von Sennheiser regelmäßig im Einsatz.“
Auch der naheliegende Fernsehturm störte die Funk-Empfänger nicht
Während des Konzerts nutzte Xavier Naidoo einen weiteren SKM 2000 Handsender, dessen Ausgangssignal mit einem deutlich vernehmbaren, von einem 19“-Gerät erzeugten Autotune-Effekt angereichert wurde – passend zu einem rhythmusgetriebenen Club-Set mit Songs aus dem Dubstep-Sideproject „Der Xer“. Ein weiterer SKM 2000 wurde für Gast-Rapper Nico Suave vorgehalten und ein vierter Handsender lag als Spare bereit. Als Empfänger standen im Olympiastadion vier Sennheiser EM 2050 zur Verfügung.
Für harmonischen Satzgesang sorgten Naidoos Musiker, die durchweg mit kabelgebundenen Sennheiser e 935 (dynamische Kapsel mit nierenförmiger Richtcharakteristik) ausgerüstet waren. Am Arbeitsplatz des Keyboarders fiel ergänzend zum modernen e 935 der Klassiker MD 441 auf: Das Mikrofon mit der markanten Form wird von Tastenkünstler Neil Palmer genutzt, um via Vocoder die Klänge seiner Synthesizer zu modulieren – insbesondere während des Club-Sets war der Effekt deutlich zu vernehmen. „Mit Gedanken an die rechts und links auf der Bühne aufgebauten Sidefills ist das MD 441 eine exzellente Wahl!“, kommentierte Timo Hollmann. „Die supernierenförmige Richtcharakteristik des MD 441 sorgt dafür, dass nicht zu viele störende Signalanteile ungewollt ihren Weg in das Mikrofon finden.“
Abnahme des Gitarrensignals über ein MD 421
Bassist Robbee Mariano spielt seine Instrumente drahtlos über Sennheiser Beltpacks SK 500 G3. Passende Empfänger des Typs EM 500 G3 sind fest im Stagerack des Tieftonspezialisten montiert. Eine konventionelle Bassbox verwendet Mariano nicht, sondern vertraut stattdessen vollständig auf eine digitale Hardware-Emulation. Ganz im Gegensatz dazu setzt Gitarrist Alex Auer auf eine Speaker-Abnahme mit Mikrofonen: In München waren hinter der Bühne zwei Isolation-Cabinets zu entdecken, in deren Innenleben an Spezialhalterungen befestigte Mikrofone in Richtung der eingehausten Speaker zeigten und einen absolut überzeugenden Sound lieferten. Eine der beiden Silent-Boxes war mit einem Neumann TLM 103 sowie einem Sennheiser MD 421 bestückt und lieferte den Gitarrenklang für FOH- und Monitorplatz. In der zweiten Box war lediglich ein TLM 103 angebracht, dessen Ausgangssignal auf das Kompaktmischpult des Gitarristen geführt wurde. Dort wurde es von Alex Auer mit einem künstlichen Hall versehen, dessen Return den Technikern an FOH- und Monitorplatz als Stereosignal zur Verfügung gestellt wurde. „Bei einer vergleichsweise kleinen Besetzung macht der Stereohall einen deutlichen Unterschied“, erklärt Sascha Kohl, der seit 2008 die Monitormischung der Band verantwortet. „Alex Auer schaltet seine Gitarreneffekte grundsätzlich vor den Verstärker, und lediglich der künstliche Hall wird sinnvollerweise erst später beigemischt. Den resultierenden Stereoeffekt können Timo und ich am Mischpult dem trockenen Gitarrensignal nach Belieben hinzufügen.“
www.sennheiser.de

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