Gewinner des Weltenbauer.Awards auf der Stage Set Scenery

Ob mit wenig Budget Spektakuläres auf der Bühne vollbringen oder mit frischen Ideen einen Klassiker modern inszenieren – beim Weltenbauer.Award wurden die originellsten bühnentechnischen Lösungen aus dem Theater-, Musical- und Show-Bereich aus den Jahren 2015 bis 2017 gesucht und gefunden: Unter den insgesamt vier Preisträgern ist die Produktion „White Cube“ der American Theater Group unter Leitung von Jörg Besser, bei der ein drehbarer und rollbarer Würfel mit aufklappbaren Seiten im Zentrum der Inszenierung steht. Bei „Kabale und Liebe“ vom Theater Bonn (Leitung: Sebastian Hannak) kommt eine senkrechte Scheibe mit einem rechteckigen Ausschnitt, in der die Schauspieler stehen können, zum Einsatz. Die Toneelgroup Amsterdam (Leitung: Wolf-Götz Schwörer) setzt bei der Produktion „Stille Kraft“ auf 10.000 Liter Wasser, um es auf der Bühne regnen zu lassen. Darüber hinaus wurde ein Sonderpreis für die Einreichung „1000 Jahre Kaiserdom Merseburg“ unter Leitung von Prof. Jürg Steiner, steiner.architektur, vergeben. Die Produktion ist aus Sicht der Jury ein besonders gelungenes Beispiel für den Einsatz von Theatertechnik in einer Ausstellung.
Bewerben konnten sich Theater sowie Musical-, Show-, Fernseh- und Event-Produktionen. Dabei wurden keine Einzelpersonen, sondern das gesamte Projekt ausgezeichnet. Bewertet wurde neben Originalität und Wirkung der bühnentechnischen Lösung auch ihr Innovationsgrad. „Die kreativ eingesetzte Technik soll das Publikum zum Staunen bringen“, so Hubert Eckart, Geschäftsführer der Deutschen Theatertechnischen Gesellschaft (DTHG). Die Produktion solle gleichzeitig bekannte und bewährte Technologien neu interpretieren.
Die Sieger werden am 20. Juni im Rahmen der Stage|Set|Scenery im Palais am Funkturm auf dem Berliner Messegelände geehrt. Die internationale Fachmesse und Kongress werden zum zweiten Mal von der DTHG zusammen mit der Messe Berlin organisiert. Neben den Weltenbauer.Awards werden erstmalig auch die Weltenbauer.Youngsters.Awards vergeben. Hier machten das Rennen: Camilla Olesen, Ines Muhalic und Maxi Schwarzkopf von der Theaterakademie August Everding, Studiengang Maskenbild, mit einer Interpretation von „Romeo und Julia“ als Pfleger und Patientin in einer Psychiatrie sowie Tanja Drache von der Wilhelm-Ostwald-Schule Oberstufenzentrum für Gestaltung Berlin mit der Produktion „s‘Leben is ‚beschissn – Who‘s free?“. Hier schlüpft Romeo in die Rolle eines Graffiti-Künstlers in einer Plattenbausiedlung. Der Weltenbauer.Youngsters.Award ist mit 1.000 Euro dotiert, die von der Messe Berlin und der Bühnentechnischen Rundschau finanziert werden und zeichnet kreative Ideen aus – egal ob Modell, Zeichnung oder fertige Arbeit.
Zu den Jurymitgliedern für beide Awards gehören neben den DTHG-Vorstandsmitgliedern Arved Hammerstädt, Olaf Grambow und Wesko Rohde auch die Stage|Set|Scenery-Projektleitung der Messe Berlin sowie Karin Winkelsesser von der Bühnentechnischen Rundschau. Die Preisverleihung findet am Dienstag, 20. Juni 2017 um 18:30 Uhr im Palais am Funkturm statt. Zur Teilnahme ist eine kostenlose Registrierung erforderlich:
http://www.dthg.de/termine/kongress/

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