Reportagen

Magnifico : Erleuchtung des Unsichtbaren

Magnifico : Erleuchtung des Unsichtbaren

14. Juni 2013

Heller versteht es, sein Publikum abzuholen und es in seine Traumwelt zu entführen. Die Show beginnt und die Zuschauer werden mittels bewegten Bildern und einem einleitenden Off-Text auf eine Reise in die magische Welt des Einhorns „Magnifico“ geschickt. Heller kreierte eine zirkusartige Traumwelt der Fabelwesen, wo Artisten kopfüber an der Traverse hängen und jonglieren, Pferde ihre Künste präsentieren, Akrobaten durch die Luft wirbeln und Breakdancer auf dem Kopf rotieren. „Dort, wo das Unwahrscheinliche und Fantastische zu Hause ist, herrschen die Einhörner“. Der offensichtliche Pferde-Schwerpunkt und die vielfach mit diesen Tieren verbundenen Assoziationen werden teils mit echten Pferden in unterschiedlichen Szenerien, einem trojanischen Exemplar aus Holz sowie fröhlichen Zentauren poetisch thematisiert.

Neben den Pferden begeisterten internationale Artisten auf der fahrbaren Bühne

Neben den Pferden begeisterten internationale Artisten auf der fahrbaren Bühne

Die außergewöhnliche Zusammensetzung der Komponenten erfordert auch technisch neben der üblichen Flexibilität in Verbindung mit dem allgegenwärtigen Streben nach Perfektion vor allem eines: Sensibilität. Auch wenn die rund 30 mitreisenden Pferde allesamt professionell ausgebildet und an Showsituationen gewöhnt sind, sowie von Tierärzten und erfahrenen Pferdetrainern betreut werden, können bestimmte Sound-, Licht- oder Videoelemente die sensiblen Geschöpfe erschrecken. Wichtig ist vor allem, bei den Proben exakt die gleiche Situation herzustellen, wie sie dann in der Show sein wird. Prinzipiell ist die perfekte Mischung gefragt: keine allzu hektischen, plötzlichen Bild- oder Lichtwechsel und insbesondere den Bühnensound soweit wie möglich reduzieren.

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