Reportagen

Magnifico : Erleuchtung des Unsichtbaren

Magnifico : Erleuchtung des Unsichtbaren

14. Juni 2013

Um aber möglichst sogar das Unsichtbare sichtbar zu machen und die vielseitigen, sensiblen Künste farbenprächtig in Szene zu setzen, wird fast ausschließlich mit indirektem, atmosphärischem Licht und zeitweise Bodennebel gearbeitet. 42 impression 120RZ von GLP (siehe auch Event Rookie Test ab Seite 74) bieten durch ihre Eigenschaften als kopfbewegte, lichtstarke LEDs mit 10 bis 26 Grad Zoomoptik und einer homogenen Farbmischung grundlegende Flexibilität.

Eine Vielzahl an impression 120RZ beleuchteten die Manege

Eine Vielzahl an impression 120RZ beleuchteten die Manege

Die 48 für die Show eingesetzten VL3500 Spot von Vari*Lite sind mit hochwertiger 10 bis 60 Grad Zoomoptik immer bestehend aus je 13 Linsen sowie zwei rotierenden Gobo-Rädern mit je fünf Gobos ausgestattet. Die darüberhinaus verwendeten 59 VL3000 Wash, ebenfalls von Vari*Lite, verfügen über die gleiche Zoomoptik sowie ein Farbrad mit sechs Farben und CMY-Farbsystem zwecks stufenloser Farbmischung. Beide Movinglight-Typen sind geräuscharme Quiet-Versionen und zur direkten Ansteuerung mittels DMX-512-Konsolen ohne weitere Schnittstellen geeignet. Ergänzt wird diese an Aussentraversen, Ringen und als Floor- und Gassenlicht eingesetzte Armada kopfbewegter Scheinwerfer durch 48 TOURLEDs von Expolite, sechs VL 3500 Spot, acht VL2500 Wash, acht VL6c, allesamt Vari*Lite und zwei MAC700 Wash von Martin Professionell sowie zwei NovaFlower von Novalight. Vier Follow-Fahrer baumeln in Schwebesesseln an der Unterseite der Front-Truss und bilden mit den Follow-Spots von Robert Juliat neben den acht 6er-Bars mit PAR64 für das Saallicht das einzige konventionelle Lichtelement, wobei Anordnung und Doppelung der Follow-Spots wiederum in gewissen Szenen für geheimnisvolle Silhouettenspiele auf beiden Seiten der Bühnenrückwand sorgen. Gesteuert wird das von der Firma SHOWTEC gestellte Licht-Material mittels einer grandMA-fullsize-Konsole, die parallel zu einem zweiten identischen Backup-Pult läuft.
Wenn man sich die unzähligen Faktoren vor Augen führt, die bei einem Show-Event wie „Magnifico“ zusammen funktionieren müssen, kann man gut nachvollziehen, dass dies ausführlich geübt und Abläufe optimiert werden müssen. Die „Magnifico“-Crew hat sich deshalb im Vorfeld der München-Premiere rund drei Wochen zu technischen Proben in Österreich zurückgezogen – mit Erfolg, wie man einem Show-Abend erleben kann.
Text: Anne Farnbacher; Fotos: S.Kropp

EVENT Rookie 1/20113,90 €*1-11