Mega-Public-Viewing zum ESC

Mega-Public-Viewing zum ESC

Die Entscheidung im Ideenwettbewerb zum European Song Contest (ESC) ist gefallen. Mit einer Ideenbörse wollte der Düsseldorfer Oberbürgermeister Dirk Elbers Bürger und Kreative der Stadt für den Eurovision Song Contest begeistern. Den Zuschlag erhielten Marc Kömmerling von Cadman und Andree Verleger von ABC Event Production. Im Rahmen des ESC soll das Dreischeibenhaus in Düsseldorf, die ehemalige Zentrale von Thyssen, zum Mega-TV werden. Dafür wird die zur Innenstadt gerichtete Fassade des 90 Meter hohen und 70 Meter breiten Hauses vom 4. bis 14. Mai täglich ab 21.30 Uhr zur Abspielfläche für eine Multimediashow genutzt. Die rund 7.500 Quadratmeter große Fläche macht das Projekt zum größten Fernseher der Welt. Umgesetzt wird die Idee  nun von Andre Verleger und Thomas Tennagels, die als Experten für Licht- und Eventtechnik schon bei der großen Eröffnungsshow für Olympia 2008 in Peking ihre Finger im Spiel hatten.

Das Projekt in Düsseldorf ist aber auch „eine ziemliche Herausforderung“, erzählt Tennagels. „Damit das Bild auf der Hochhausfassade eine vergleichbare Schärfe hat wie auf einem normalen Fernseher, seien 16 bis 24 Hochleistungsprojektoren mit Spezialoptiken notwendig“, so der Technikchef. Die Projektoren werden rund 150 Meter gegenüber dem Hochhaus, auf einem Turm im Hofgarten aufgebaut. Für die Installation und die Ausrichtung der Mega-Beamer plant der junge Veranstaltungstechniker mindestens eine Woche ein, da die Bilder zum Teil drei- bis vierfach übereinander gelegt werden müssen. „Das ist extrem aufwendig, alle Projektoren so zu synchronisieren und die Übergänge mit einer 'Softedge-Kante' zu überblenden, dass sie ein scharfes Bild ergeben.“ „Auch in vier Kilometer Entfernung wird man das Bild noch erkennen können“, erklärt Organisator Marc Kömmerling stolz. „Wir installieren aber auch noch mal rund 800 Scheinwerfer im Gebäude, die die Fenster von innen beleuchten und wir bauen große Himmelsscheinwerfer aufs Dach, die bei entsprechendem Wetter bis zu 40 Kilometer weit zu sehen sind“, ergänzt Techniker Thomas Tennagels.

Für den Ton zum Bild auf der Hochhausfassade haben die Organisatoren schon eine Lösung gefunden: Eine gemietete Radiofrequenz. So soll jeder mit Ghetto-Blaster oder Miniradio den Ton genau dort einschalten können, von wo er auch auf den Mega-Fernseher schaut.

www.eurovision.de

www.abc-eventproduction.de

www.tennagels.net

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