Moses Pelham : Geteiltes Leid

EVENT Rookie Moses Pelham

Selbst aus zwanzig Metern Entfernung hat man das Gefühl von Hitze auf der Haut. Ein 1-kW-Leuchtmittel war genau die richtige Wahl, um schnelle Blitze und ein magisches Leuchten im Reflektor zu realisieren. Innerhalb der Show wurde die Moses-Lamp aufgrund ihrer brutalen Helligkeit nie über sechzig Prozent gefahren. Erst am Ende des letzten Titels fadeten alle Moses Lamps von null bis einhundert Prozent in drei Minuten. Schon ab fünfzig Prozent hatte man das Gefühl, sie seien voll an – Waren sie aber noch lange nicht. Insgesamt wurden von schoko pro sechs Systeme produziert.
Dank der kleineren Locations und dem überschaubaren Setup war die Crew bereits nach ein paar Stunden fertig mit dem Aufbau
Getestet wurden sie in der eigenen Eventlocation (Alte Schmelze Wiesbaden) und mit einem Kabelsatz, der es einfach und schnell machte von einem zentralen Punkt aus alle sechs Systeme sternförmig zu verkabeln. Dimm- und Feststrom sowie DMX – alles in einem Strang für jede Moses-Lamp. Auf der Tour wurden zum Transport lediglich der impression von der Spitze sowie der Alureflektor entfernt. Die LED-Strips wurden am System belassen, das so verladen werden konnte. Die Vorprogrammierung der Show fand ohne Band ebenfalls in der Alten Schmelze statt, bevor es am nächsten Tag auf die Reise zur ersten Show nach Kiel ging.
Nicht nur am FoH sondern auch am Monitorplatz kam eine iLive von Allen&Heath zum Einsatz
Auf der Tour bewährten sich die Konstruktion und die Bestückung mit den einzelnen Scheinwerferkomponenten, teilweise organisch und dynamisch andererseits schnell und akzentuiert. Mit diesen sechs Systemen und den so verschiedenen Leuchtmitteln konnte man 23 Titel gestalten ohne das Gefühl zu bekommen immer wieder den gleichen Look zu kreieren. Es ergaben sich unzählige Möglichkeiten. Die impressions durch ihre Positionierbarkeit, die UV LEDs die einen fantastischen Glow über den Boden schickten und die Moses-Lamps ,die manchmal nur glühten und dann wieder schier explodierten. Mit der HOG 4 waren wir mehr als zufrieden. Die ersten Shows wurden von mir operiert, danach kam Timo Weinhold an Board. Wir beide haben in vergangenen Jahren sehr viele Shows auf der HOG 2 und 3 programmiert. Dadurch sind viele Arbeitsweisen einfach intuitiv auf diesem System geworden. Sehr gefallen hat uns bei der HOG 4 allerdings, dass es eine Weiterentwicklung ist ohne dabei aber Altbewährtes und Gelerntes über den Haufen zu werfen. Wer jemals eine HOG 3 programmiert hat, muss dieses Pult nicht lernen, er bedient es einfach. Und freut sich drüber.
Es ist schnell und intuitiv, die neuen Funktionen sind sinnvoll und einleuchtend. Natürlich wurden wir in dem ein oder anderen Club ein wenig lächelnd angesehen als wir mit unserer HOG 4 am FoH aufbauten und von acht DMX-Ausgängen einen verwendeten. Da wir jeden Tag mit lokalen Movinglights und konventionellem Licht arbeiteten, wurde die Show bei der Vorprogrammierung auf WYSIWYG mit einem Set von Dummy-Scheinwerfern enwickelt. Über die „Replace Fixture“-Funktion und einem bedachten Umgang mit Presets, wurde so dafür gesorgt, dass in kurzer Zeit mit völlig anderen Lampen auf völlig anderen Positionen die Show wieder zusammengesetzt werden konnte, ohne alles neu programmieren zu müssen. Die Tour hat riesigen Spaß gemacht, mit tollen Musikern auf der Bühne, einer kleinen fantastischen Crew und jeden Abend finsterer Helligkeit.
Text+Fotos: Matt Finke
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