Bühnentechnik

Neue Kettenzüge und ein Lastmess-System für das Salzburger Landestheater

Neue Kettenzüge und ein Lastmess-System für das Salzburger Landestheater

10. Juli 2018

Das Salzburger Landestheater ist eine führende Institution für darstellende Künste in der Stadt und im Bundesland Salzburg. Das Haus bietet Oper, Schauspiel, Ballett und die Jugendsparte „Junges Land“. Pro Saison werden etwa 400 Aufführungen mit rund 25 Neuproduktionen gespielt. Das Stammhaus am Salzburger Mirabellengarten verfügt über 707 Plätze. Im Sommer 2017 wurde der Neubau eines Probenzentrums eröffnet. Die größte von insgesamt vier Probebühnen, die auch für Veranstaltungszwecke genutzt wird, misst 17 x 22 x 9 Meter (B/L/H) und ist mit einer Drehbühne ausgestattet. Ende 2017 fragte die Technische Leitung des Landestheaters erstmals bei den Bühnenexperten von cast an, um zeitgerecht für die erste Ballettvorstellung auf dieser Bühne im Mai 2018 die Installation von Opera, Licht- und Tontechnik vornehmen zu können.

Der Einbau der neuen Komponenten erfolgte im April dieses Jahres. Installiert wurden zehn D8+ Kettenzüge des Typs Stagemaker SR5 mit jeweils 300 Kilogramm Traglast. Preis/Leistung sowie die Ausstattung seien ausschlaggebend für die Entscheidung gewesen. Für die Züge kommen verschiedene Steuerungen zum Einsatz: eine fiRSTstage Motorsteuerung MC-8LV (Schützsteuerung für bis zu acht Elektrokettenzüge) mit der zugehörigen Fernbedienung fiRSTstage CR-8D, eine fiRSTstage Motorsteuerung MC-2LV-K (Schützsteuerung für zwei Elektrokettenzüge) und jeweils eine – in Kombination mit der MC-8LV einsetzbare – Ein-Zug-Steuerungen fiRSTstage CR-Pickle und CR-Pickle2. Erstmalig investierte das Salzburger Landestheater auch in ein Lastmess-System. Vier Lastmess-Zellen des Typs Ron StageMaster 6000-4G 1,0t ergänzen das Material und garantieren Sicherheit für Mensch und Material. Lastmess-Zellen von RonStageMaster eignen sich zur Ermittlung von statischen Belastungen und dynamisch auftretenden Lasten. Die Lastmessung erfolgt kontinuierlich über die zwischen dem Anschlagpunkt und der Last zu integrierende, kompakte Lastmesszelle. Die ermittelte Last wird auf dem im Lieferumfang enthaltenen externen Display dargestellt. Dank der kardanischen Aufhängung der Zellen können diese nicht verkannten – sie drehen sich automatisch in Lastrichtung ein und aus.

„Die Lastmesszellen haben unsere Erwartungen voll und ganz erfüllt“, bestätigt Michael Haarer, Technischer Leiter des Salzburger Landestheaters. „Umständliche, überschlägige Berechnungen entfallen jetzt. Wir hängen die Last ein, messen, kontrollieren, ob die zulässigen Belastungen eingehalten werden und fertig. Mit einem vorhandenen iPad ist die Bedienung zudem völlig unkompliziert.“

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