Robe Lighting entwickelt 6:1-Hot-Spot-Linsensystem

Die Beleuchtungshersteller erweitern laufend die Grenzen dessen, was in der Lichttechnologie möglich ist – der Anstoß dafür liegt meist in praktischen Anwendungen dieser Technologien bei den Designern und Technikern. Denn bei der Vielzahl verschiedener Beleuchtungskonzepte und deren Anwendungen weltweit haben nicht alle Designs die gleichen Anforderungen an die Scheinwerfer. Während für ein Studiobeleuchtungsdesign möglicherweise die eine Eigenschaft des Scheinwerferlichts erforderlich ist, ist für ein Konzerttourneedesign unter Umständen eine ganz andere erforderlich. In diesen Fällen, in denen bestimmte Funktionen verfügbar sein müssen, spielt die kooperative Beziehung zwischen Designer und Hersteller eine entscheidende Rolle für den Gesamterfolg eines Lichtdesigns.

„Wenn Sie nach den einfachen Gesetzen der Physik nebeneinanderliegende Lichtbereiche mit perfekt gleichmäßiger Abbildung auf der Bühne erzeugen, verdoppelt sich das Licht dort, wo sich diese Bereiche überlappen“, erzählt John Featherstone, Partner und Leiter der Firma Lightswitch, USA. „Dies führt dann zu einer sehr ungleichmäßigen oder schwer anzupassenden Lichtverteilung. Wenn Sie dagegen einen 2:1 abfallenden Hotspot in der Mitte der Lichtabbildung haben und die Kanten dieser Strahlen überlappen, erhalten Sie an der Stelle, an der sich die beiden Strahlen schneiden, dieselbe Lichtmenge wie in der Mitte eines Beams. Wenn wir uns die verschiedenen Beleuchtungsdesigns ansehen, die ein Designer erstellen soll, ist in neunzig Prozent der Fälle eine schön gleichmäßige Abbildung genau das, was wir wollen, da es eine Art Goldstandard für die optische Verteilung ist“, fügt John hinzu. „Wenn wir jedoch automatisierte Scheinwerfer verwenden, um eine Bühne mit einem Wash auszuleuchten, brauchen wir wiederum einen Hotspot, damit wir keine Lichtverdopplung bekommen. Das war die Achillesferse jeder Art von beweglichem Licht, insbesondere für Theater- und Fernsehbeleuchtung. Bei einer Konzerttournee, bei der sich Künstler auf der Bühne bewegen, braucht man so etwas nicht. Wenn man jedoch eine TV-Aufnahme, eine Theaterproduktion oder eine Firmenveranstaltung durchführen will, ist es absolut wichtig, eine gleichmäßige Bühnenausleuchtung zu erzielen.“

Diesem Bedarf an Scheinwerfern bewusst, die den Designern sowohl den gewünschten Hotspot als auch die gewünschte gleichmäßige Abbildung bieten könnten, versuchten sich Hersteller automatisierter Beleuchtung an der Entwicklung einer idealen Lösung. Um aber eine bestmögliche Lösung zu finden, wusste John, dass er daran mit einem etablierten Lichthersteller zusammenarbeiten musste. Als die in der Tschechischen Republik ansässige Firma Robe Lighting ihren neuesten automatisierten LED-Scheinwerfer vorstellte, nutzte das Team von Lightswitch diese Gelegenheit vorzuschlagen, dass eine Lösung für dieses Problem implementiert werden könnte.

„Josef Valchar, CEO und Mitbegründer von Robe Lighting, fragte uns bei der Bemusterung eines frühen Prototyps des aktuellen LED-Profilers nach unserer Wunschliste“, erklärt John. „In wahrer Designermanier sagten wir, wir möchten einen Scheinwerfer, der sowohl eine gleichmäßige Abbildung erzeugen kann, wenn wir es wollen, aber auch einen Hotspot, wenn wir ihn brauchen. Im Grunde wollten wir eine funktionierende Lösung dafür geliefert bekommen.“

„Zu unserer Freude nahm sich Josef unserer Anfrage an und entwickelte einen optischen Hot-Spot-Einsatz, der perfekt in einen der rotierenden Goboradhalter des neuen ESPRITE passt und damit Designern buchstäblich per Drop-In eine Hotspotfunktion bietet.“, sagt John. „Wenn wir jetzt eine Firmenveranstaltung durchführen und mit diesen Scheinwerfern das Frontlicht für die Bühne einleuchten, können wir ein hotspottigen Beam verwenden. Wenn wir jedoch ein Unterhaltungsdesign erstellen oder Gobos mit denselben Scheinwerfern verwenden möchten, können wir diese Hotspotlinse einfach herausfahren und erhalten eine schöne, gleichmäßige Lichtverteilung im Abbild. Nach meinem Wissen ist der ESPRITE aktuell der einzige LED-Scheinwerfer auf dem Markt, der diese Art von Funktionalität bietet und mit einen Hotspoteffekt bereits seitens des Herstellers ausgestattet ist“, fährt John fort. „Aus Sicht eines Designers bietet uns der ESPRITE mit dieser optionalen Linse die Möglichkeit, die Art der Beamverteilung auszuwählen, die für das jeweilige Lichtdesign bzw. jede Art von Nutzung durch die maximale Flexibilität ideal ist.“

www.robelighting.de

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