TV- und Live-Sound in Perfektion

Mikrofonie

Überaus komplex gestaltete sich beim ECHO 2013 die Verteilung der Funkfrequenzen: „Wenn man den Sprechfunk mit einbezieht, kommen wir auf über 200 Frequenzen!“, erklärte Svenja Dunkel in Berlin. Die versierte Tontechnikerin betreute während der Veranstaltung gemeinsam mit ihrem Kollegen Tom Haubrich die Drahtlossysteme für Musiker und Bands, zeichnete jedoch als Frequenzmanagerin auch für die Koordination sämtlicher Funk–wünsche verantwortlich und entwickelte in Übereinkunft mit der Bundesnetzagentur, den Künstlern und den beteiligten Gewerken ein für die Veranstaltung verbindliches Frequenzraster. Das umfangreiche Wireless-Equipment für den ECHO 2013 kam aus Beständen von EBS LIGHTS EVENT Business Solutions, Studio Berlin Adlershof (SBA), rbb Rundfunk Berlin-Brandenburg, MM Communications (Markus Müller) sowie einem bei Sennheiser vorgehaltenen Material-Pool.

Svenja Dunkel & Tom Haubrich

Besondere Berücksichtigung erfuhr der neue Mobilfunkstandard LTE, der in der deutschen Hauptstadt mittlerweile flächendeckend verfügbar ist und Areale zwischen 790 und 814 MHz sowie 838 und 862 MHz in Beschlag nimmt. „In diesem Jahr mussten wir die durch LTE belegten Frequenzbereiche mit unserer Drahtlostechnik komplett meiden – eine Ausnahme stellte lediglich die untere Duplexlücke dar“, so Svenja Dunkel. Für höchste Übertragungsqualität und einen exzellenten Sound sorgten zahlreiche Sennheiser-Drahtlossysteme aus den Serien 5000 und 2000, sowohl mit Handsendern als auch mit Bodypacks. Außerhalb der gängigen Wireless-Frequenzbereiche waren drei Sennheiser ew 100 G3-1G8-Systeme angesiedelt, die für Tänzerproben und ähnliche Einsätze bereitgehalten wurden und im Bereich zwischen 1.785 und 1.800 MHz die übrige Frequenzplanung nicht tangierten. Fast 120 Bodypack-Empfänger lagen für das In-Ear-Monitoring bereit; mehr als 60 Sennheiser EK 300 IEM G3 wurden auf zwei Frequenzen betrieben. Die Toten Hosen hatten für ihre Live-Performance eigenes Material (2 x EM 2050 + 4 x SKM 2000 mit MMD 935 + 3 x SR 2050) mitgebracht, das im dichten Frequenzraster ergänzend berücksichtigt wurde.
Zur Fernüberwachung und -steuerung der Sennheiser-Drahtlossysteme kam die „Wireless Systems Manager“-Software zum Einsatz, die mit gruppierbaren Bildschirm-Layouts trotz der hohen Streckenzahl für eine sehr gute Übersicht sorgte. Die HF-Situation wurde über die installierten Antennen erfasst und mithilfe des in die WSM-Software integrierten Analyzers visualisiert. Für eine perfekte Abdeckung aller Aktionsflächen sorgten unterschiedliche Sennheiser-Antennen, darunter A 2003-UHF, A 3700 und A 1031-U sowie zirkular polarisierte A 5000-CP für die IEM-Systeme.
Auch bei drahtgebundenen Mikrofonen war Sennheiser beim ECHO 2013 umfangreich vertreten: Im Fokus standen insbesondere Produkte aus der evolution 900er Serie, die für die Instrumentenabnahme und Background Vocals Verwendung fanden.

Leidenschaft für guten Klang

Thomas Holz, Key Account Manager Rental, Artists & Engineers bei der Sennheiser Vertrieb und Service GmbH & Co. KG, kommentierte: „Wir freuen uns, in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal als technischer Partner mit dem ECHO zusammenarbeiten und der Technikcrew mit Rat und Tat im Sinne eines reibungslosen Show-Ablaufs zur Seite stehen zu können. Trotz zahlreicher Umbauten, immensem Zeitdruck und der stets mit einer bundesweit beachteten Live-Übertragung verbundenen Anspannung war die 22. ECHO-Verleihung ein voller Erfolg – eine glamouröse Musikgala, die in Deutschland ihresgleichen sucht! Lob gebührt dem engagierten Tontechnikteam um Tobi Kühnel von Showplan, dessen Leidenschaft für guten Klang den ECHO seit jeher zu etwas ganz Besonderem macht – wir sind stolz, zum Gelingen dieser außergewöhnlichen Award-Verleihung beitragen zu können!“
www.sennheiser.de

Vollständige Reportage:
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